Banner
Sie befinden sich auf: >Einrichtungen >Erwachsenenpsychiatrie > Behandlungsspektrum

Spezialambulanz für ADHS bei Erwachsenen

Patienten mit ADHS-Symptomen, die typischerweise im Erwachsenenalter ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, gehören meist zu einer der folgenden Gruppen:

• Patienten, bei denen im Kindesalter bereits ADHS diagnostiziert wurde und die während der Adoleszenz ihre (medikamentöse) Therapie abgebrochen haben. Bei Studienbeginn oder am Arbeitsplatz sowie im Beziehungsleben kommt es zu ADHS-typischen Problemen, eventuell auch zu Substanzmissbrauch.

• Patienten, die in der Kindheit nie diagnostiziert wurden und ihr Aufmerksamkeitsdefizit während ihrer Schulzeit z.B. mit Hilfe eines hohen IQ kompensieren. Die Kompensationsstrategien erweisen sich während eines Studiums oder am Arbeitsplatz als nicht mehr suffizient. Die Betroffenen haben Probleme, sich zu organisieren und Dinge zu Ende zu bringen und bleiben häufig hinter akademischen oder beruflichen Erwartungen zurück („Underachiever“).

• Eltern von ADHS-Kindern: Durch die Diagnose des eigenen Kindes/der eigenen Kinder werden diese Patienten auf ihre eigenen ADHS-Symptome aufmerksam bzw. erinnern ihre Symptome während der eigenen Kindheit.

• Patienten, die sich vordergründig mit einer anderen psychischen Erkrankung präsentieren (Depression, Angsterkrankung, Suchterkrankung) und schlecht auf die verordnete medikamentöse Therapie ansprechen. Bei Vorliegen einer entsprechenden Vorgeschichte sollte eine Reevaluation in Hinblick auf eine eventuell vorhandene ADHS im Erwachsenenalter erfolgen.

zurück